Die Digitalisierung ist das zentrale Querschnittsthema der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2030 und betrifft alle zehn Handlungsfelder.
Die digitale Transformation löst eine grundlegende Veränderung des Alltagslebens, der Wirtschaft und der Gesellschaft aus. Sie beruht auf der mittel- und unmittelbaren Wirkung digitaler Technologien und Techniken auf organisatorische und ökonomische Zusammenhänge. Neuartige Produkte, Dienstleistungen und Prozesse entstehen. Die Auswirkungen, nicht zuletzt auf das Freizeit-, Informations-, Kommunikations- und Kaufverhalten im Tourismus, sind umfassend und verändern die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein grundlegend. Tempo und Dynamik der Veränderungen sind hoch, viele Veränderungen treten disruptiv, also unerwartet und umbruchartig auf.
Die Innovationsgeschwindigkeit im Tourismus hat sich, getrieben durch die Digitalisierung, deutlich beschleunigt. Immer neue Angebote und Features lösen beim Gast eine Erwartungsdynamik aus, die den vielen kleineren und mittleren Unternehmen im Tourismus in Schleswig-Holstein Veränderungsbereitschaft und -fähigkeiten abverlangt, über die sie oft nicht verfügen. Zudem wird die fortschreitende digitale Transformation die Komplexität und Dynamik des Marktes noch weiter erhöhen.
Datenmanagement prägt die touristischen Geschäftsmodelle von morgen
Neue Herausforderungen ergeben sich im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der gesamten Reisekette. Zunehmend stellen sich Fragen der Datenhoheit, der Datennutzung und der auf Daten beruhenden Geschäftsmodelle für den Tourismus in Schleswig-Holstein. Die hiermit verbundenen Fragen, insbesondere in Bezug auf die Bindung der touristischen Wertschöpfung im Land, spielen eine bedeutende Rolle für die künftige Wettbewerbsfähigkeit.