Claus Ruhe Madsen, Tourismusminister, kommentiert die Halbjahresbilanz:
„Das Halbjahresergebnis ist ein gutes Signal für das restliche Tourismusjahr. Die Gäste schätzen den echten Norden, die Investitionen der letzten Jahre, zum Beispiel an der Ostsee, werden seitens der Urlaubenden honoriert. Erneut ist die Ostseeküste in den Übernachtungszahlen der Volumenbringer und liegt, wenn auch leicht, vor der Nordsee.“
„Für Urlauberinnen und Urlauber wird der Erlebnischarakter einer Destination zunehmend wichtiger. Natur pur ist wunderbar, aber wenn die Gäste dann noch hier und da kleine Informationen vorfinden – beispielsweise „Dies ist der tiefste oder dies ist der höchste Punkt des Landes" - wird Natur zum spielerischen Erlebnis für unsere Besucher. Es sind diese scheinbaren Kleinigkeiten, die zukünftig einen Unterschied machen werden, ob eine Destination attraktiv bleibt oder nicht.“
Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, bewertet das Ergebnis wie folgt:
„Die Touristikerinnen und Touristiker des Landes sind mit dem ersten Halbjahr 2026 zufrieden. Der Zehn-Jahresvergleich zeigt bei den Ankünften, bis auf zwei Pandemie-Jahre, eine stetige Steigerung und auch bei den Übernachtungszahlen eine Konsolidierung auf hohem Niveau. Aber Änderungen beginnen oft schleichend und da ist es gut, wachsam zu bleiben.“
„Ein Trend, den wir seit Jahren beobachten, ist, dass immer spontaner gebucht wird. Teils wird auch erst auf der Fahrt in den Urlaub gebucht. Das macht unseren Betrieben zu schaffen, denn die Planbarkeit sinkt. Gleichzeitig erwartet der Gast Full Service. Zunehmende Digitalisierung der Customer Journey und z.B. der Echtzeitservice von Wetter-Apps befeuern diesen Trend.“
„Nicht zuletzt legen zudem Daten aus der touristischen Marktforschung nahe, dass in den kommenden 5 Jahren, die Länge der Reisen abnehmen wird. Das bedeutet langfristig einen Volumenverlust. Hierauf muss sich die TA.SH mit einem agilen Marketing einstellen und sich für verschiedene Szenarien aufstellen.“