Damit die Strategie langfristig wirkt, müssen auf Landesebene Rahmenbedingungen geschaffen werden. Diese setzen Impulse für regionale Projekte, die neue Angebote und Attraktionen hervorbringen, räumliche und saisonale Verteilung von Gästen sowie Qualität und Nachhaltigkeit im Tourismus verbessern.
Beispiel Touristische Landesdatenbank Schleswig-Holstein
Diese Datenbank vereinfacht die Arbeit der Tourismusakteure, generiert zusätzliche Reichweite und Sichtbarkeit ihrer Themen und stellt einen Mehrwert für Gäste dar, die schnell und digital an verlässliche Informationen kommen. Das Tool wurde auf Landesebene von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) erstellt und wird von ihr für die touristischen Partner dauerhaft betrieben. Widgets, seit 2025 im Einsatz, ermöglichen es touristischen Partnern kostenlos alle eingespielten Daten - wie Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, Naturerlebnisse, Kulturhighlights etc. – über Websites und Apps auszuspielen und so digital zu verbreiten.
Beispiel Stärkung des Binnenlandes
Das Binnenland in Schleswig-Holstein deckt rund 80 % der gesamten Landesfläche ab. Ein Ziel der Tourismusstrategie ist es, den Binnenlandtourismus zu stärken. Seitens des Landes stehen bis 2030 für dieses Handlungsfeld für investive und nicht-investive Projekte rund 13 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung.
Zur Grundlagenarbeit gehörte hier beispielsweise die Erstellung einer Strategie für das Binnenland, und ebenso die Einrichtung der ARGE Binnenland. Diese Arbeitsgemeinschaft entscheidet beispielsweise über zu fördernde Projekte. Zwei Projekte sind bereits bewilligt worden: „Neumünster digital erleben – in Raum und Zeit“ und „Vivaplan - Entwicklungs- und Konzeptphase für den Naturerlebnisort Vivaneum“.
**Britta Franke, **Leiterin des Umsetzungsmanagements der Tourismusstrategie 2030, appelliert: „In fast allen Handlungsfeldern wurden wichtige Grundlagen geschaffen, mit denen jetzt schon gearbeitet werden kann. So wird die Tourismusstrategie Schritt für Schritt mit Leben gefüllt. Nun geht es darum, diese Ergebnisse in die Praxis zu bringen und die Umsetzung weiter in die Breite zu tragen – von der Landesebene über die Regionen bis in die Kommunen.“