Lutz Frank, Präsident des DEHOGA Schleswig-Holstein: „Klimatische Veränderungen bieten die Chance, Schleswig Holstein als attraktives, ganzjähriges und naturnahes Reiseziel zu positionieren. Das eröffnet neue Zielgruppen wie Aktiv , Gesundheits und Natururlauber sowie Möglichkeiten zur Saisonausdehnung. Die Betriebe brauchen flächendeckende digitale Infrastruktur und praxisnahe Weiterbildung, damit sie online sichtbar und effizient arbeiten können.“
Hans-Jürgen Lütje, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbands Schleswig-Holstein: „Große Zukunftschancen sehen wir insbesondere in der qualitativen Weiterentwicklung unserer Angebote, einem nachhaltigen Ganzjahrestourismus und der stärkeren touristischen Entwicklung des Binnenlandes. Entscheidend ist, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandortes zu sichern. Deshalb brauchen wir verlässliche und flexible Förderstrukturen, eine nachhaltige Stärkung der kommunalen Eigenfinanzierungskraft sowie ausreichende Fördermittel von Europäischer Union, Bund und Land.“
Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH: „Corona, Krieg in Europa, Explosion der Inflation, Verknappung der Güter, Mindestlohnanstiege und Ähnliches haben sich auf den Tourismus ausgewirkt. Die Branche hat sich flexibel gezeigt und zusammengehalten. Die größten Chancen liegen daher für mich im Erhalt der Flexibilität und der Kooperationsbereitschaft der Branche. Flexibilität bedeutet unter anderem auch, dass das Konzept von festen Tourismusstrategien für eine definierte Laufzeit infrage zu stellen ist. Der Tourismus sollte freier und den aktuellen Bedürfnissen angepasst reagieren können.“
Prof. Dr. Eric Horster, Deutsches Institut für Tourismusforschung (Fachhochschule Westküste): „Technologie kann Routineaufgaben in Betrieben übernehmen. Dadurch gewinnen Menschen Zeit für das, was Tourismus besonders macht: persönliche Begegnungen, echte Erlebnisse und gutes Gastgebertum. Es wird zu einer Renaissance der menschlichen Kontakte und Begegnungen kommen. Die Leitidee sollte sein: Routine automatisieren, damit Menschen mehr Zeit für Menschen haben. Wir brauchen mehr Happiness Manager!“