Gemeinsam für einen starken Tourismus in Schleswig-Holstein: Hier finden touristische Akteure aus SH vielfältige Möglichkeiten, sich an unseren Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen zu beteiligen.
Projekt
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Stefan Borgmann
Ausgangslage
Die Anzahl und die Qualität der Programme sowie Anwendungen, die Künstliche Intelligenz (KI) verwenden und somit erheblich schnellere, einfachere Umsetzung von komplexen Aufgaben ermöglichen, wachsen stetig. Besonders in touristischen Anwendungen, wie der Bildgestaltung, Bewegtbilderzeugung, Chat- und Voicebots, Erhöhung der Datenqualität, beim Formulieren und Überprüfen von Beschreibungen, Texten und Antworten, für die digitale und analoge Nutzung, wird KI immer häufiger eingesetzt.
Die Ergebnisse, die dabei erzielt werden, sind mittlerweile kaum noch von herkömmlichen Prozessen zu unterscheiden. Die Zeit und die Kosten für die Anwendung, Umsetzung und Herstellung könnten sich erheblich reduzieren.
Der niedrigschwellige Zugang zu KI-Anwendungen erleichtert deren Nutzung durch Mitarbeitende. Da eine unkoordinierte Anwendung die Qualität, Authentizität und Verlässlichkeit von Informationen beeinträchtigen kann, ist eine gezielte Steuerung und klare Regelung des Einsatzes erforderlich.
Problemstellung
Für die Tourismusbranche Schleswig-Holstein ergibt sich aus dem starken Wachstum von KI eine „Fluch und Segen Situation“: Zum einen kann KI im Marketing und im Allgemeinen eine Hilfe für die Akteure sein, zum anderen werden Ressourcen (Fachwissen, Zeit, Geld und Mensch) benötigt, um bei der enormen Geschwindigkeit und der Vielfalt von der KI-Optionen den Überblick zu behalten, mitzuhalten und KI richtig anzuwenden. Marktbegleiter, die über mehr Ressourcen verfügen und schneller agieren, können hierdurch größere Marktanteile generieren. Die Konkurrenz wird dadurch stärker und erfolgreicher.
Wunsch der Tourismusbranche-SH
Die touristischen Akteure sind mit ihren ursprünglichen Aufgaben ausgelastet. Die oben benannten Ressourcen, um sich umfangreich mit allen KI-Entwicklungen zu beschäftigen und auf dem Laufenden zu bleiben, sind nicht bei allen vorhanden. Daher wünscht sich die Tourismusbranche-SH (Ergebnis der SH-Tour 2026) von der TA.SH, dass diese eine landesweite KI-Lösung für das Marketing bereitstellt. Die TA.SH soll Wissen aufbauen, dies differenzieren, bewerten und der Branche eine vorgeprüfte, einfach zu nutzende Lösung anbieten. Es geht unter anderem darum fehlendes Fachwissen in der Branche aufzubauen, zu sensibilisieren, die Akteure aktiv zu beteiligen und mitzunehmen sowie KI-Anwendungsfälle mit echtem Mehrwert für den SH-Tourismus zu entwickeln.
Einsatz von KI und Wissensaufbau bei der TA.SH
Die TA.SH hat selbst den Anspruch für die Tourismusbranche-SH Impulsgeber, kooperativer Ansprechpartner und Wissensvermittler zu sein. Daher wird der Wunsch der Branche aufgegriffen und bearbeitet. Bei der TA.SH ist die Abteilung „Digitales Management“ unter der Leitung von Patrick Marks für die Fragestellungen rund um Digitalisierung und KI zuständig. Zudem ist bei der TA.SH das Umsetzungsmanagement der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2030 integriert. Hier agiert Lars Larsen ebenfalls als Netzwerker und Impulsgeber für touristisch relevanten Themen im Bereich Digitalisierung. Das Digitale Management der TA.SH betreibt die zentrale „Touristische Landesdatenbank SH“ (TLDB-SH). Die Dateneingabe erfolgt dezentral über die touristischen Leistungsträger. In der TLDB-SH werden Open-Data Informationen zu POI und Events in SH aufbereitet und ausgespielt. Die Landesdatenbank kann über MCP-Server an KI-Tools angebunden werden. Ziel ist, die Ausspielung von qualitativ hochwertigen Daten nach einheitlichem Datenstandard über möglichst breite Verteilung bzw. Kanäle zu veröffentlichen. Da bei der Bereitstellung der Daten durch die Leistungsträger und Ortsebenen immer wieder Qualitätsprobleme auftreten (u.a. fehlende Ressourcen, Quellen und Lizenzangaben, defekte Links), ist es unter anderem ein Ziel, mit Hilfe von KI-Funktionalitäten die Datenqualität perspektivisch zu erhöhen.
KI-Programme und Anwendungen wie ChatGPT-Business-Lizenzen, Bliro (Transkription von Protokollen), spezialisierte Bild- und Bewegbild Anwendungen sowie Langdock (Ki-Plattform) sind bereits in der Erprobung bei der TA.SH.
Zukünftig könnten z.B. Chat- und Voicebots mit der TLDB-SH verknüpft werden, um Fragen der Branche sowie der Gäste zu beantworten. Zudem sammelt die TA.SH Wissen und Erfahrungswerte von anderen Partnern auf regionaler, Landes- und Bundesebene ein. Dafür werden unter anderem Konferenzen, Fachtagungen und Videochats, E-Learning (KI-Club Deutschland) und andere Austauschformate wahrgenommen.
Mit den SH-Akteuren, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen, finden bisher unregelmäßige Abstimmungen statt: Hierbei stellen sich Fragen wie: Wer kennt was, wer nutzt was und wofür? Wie sind die Erfahrungen? Hierbei wird immer deutlicher, dass ein gemeinsamer Ansatz für den Tourismus-SH sinnvoller ist.
Die Abstimmung und der Abgleich mit den Tourismusmarketingorganisationen der anderen Bundesländer (LTO) bildet eine weitere Entscheidungsgrundlage für die Nutzung und Anwendung von KI. Hierbei ist festzustellen, dass bereits ca. 60% der 16 Bundesländer für sich die Aufgabe definiert haben, eine „KI-Landeslösung“ aufzubauen. Die LTO agieren dabei als Hauptmandant. Die Akteure und Destinationen des jeweiligen Bundeslandes können sich als Submandant an dieser „KI-Landeslösung“ beteiligen und nutzen die bereitgestellte Ressource. In der Regel bietet die LTO eine Pilotphase an, bei der die Nutzer nach und nach miteinsteigen und sich gegenseitig aufschlauen können. Die Kosten für die Einführung bzw. die Pilotphase können z.B. von der LTO getragen werden. Nach der Beendigung der Pilotphase (1-2 Jahren) wird die tatsächliche Nutzung und Sinnhaftigkeit der „KI-Plattform“ evaluiert. Im Idealfall hat sich ein hoher Nutzen eingestellt und die LTO kann mit den Nutzern über die weitere Fortsetzung und Finanzierung diskutieren.
Welche finanziellen Vorteile ergeben sich ganz konkret für die SH-Partner?
• Niedrige Einstiegskosten für eine Sublizenz
• Erhebliches Einsparpotenzial für die bisherigen Kosten für KI
• Alle Mitarbeitenden des Mandanten können ChatGPT und co. ohne weitere Kosten nutzen.
• Kostenfreie Nutzung der zur Verfügung gestellten oi.calls (Kosten trägt die TA.SH)
Welche partnerschaftlichen Effekte wird es geben?
• Marktplatzfunktion, hier können alle SH-Partner ihre KI-Erkenntnisse teilen
• Bei vergleichbaren Plattformen ist das nicht möglich
• Alle Prompts, Skills, Modelle und Erfahrungen können landesweit an einer digitalen Stelle gebündelt und geteilt werden
• Die Branche kann voneinander lernen und wird gemeinsam besser
Möglicher Ablauf für eine KI-Landeslösung in SH 2026/2027
Hauptlizenz:
Die TA.SH agiert als Hauptmandant und erhält eine „Pro“-Jahreslizenz.
Submandanten:
DMOs und andere Leistungsträger können optionale Submandanten-Lizenzen erhalten.
Aktueller Stand in SH:
In Schleswig-Holstein gibt es bereits diverse Kunden, die bereits mit KI arbeiten. Diese begrüßen die Initiative der TA.SH.
Nutzug und Kosten der Plattform:
Die TA.SH stellt die Nutzung der Plattform anhand einer plattformeigenen Währung der SH-Branche in einem definierten Rahmen zur Verfügung.
Zeitraum Pilotphase:
Die Pilotphase wird 2 oder 3 Jahre betragen. Die TA.SH wird in diesem Zeitraum prüfen, ob die Branche das Angebot annimmt und sinnvoll nutzt.
Möglicher Startzeitpunkt:
Ziel ist die SH-Einführung im Herbst/Winter 2026.
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BeST-Urlaubstypen: Gäste gezielt ansprechen – auf Basis ihrer Werte und Motive statt Demografie. Für präzisere Angebote und mehr Gästezufriedenheit in Schleswig-Holstein.
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Termine im Blick – eintragen, finden, vernetzen. Der Branchenkalender schafft eine zentrale Übersicht über alle wichtigen B2B-Branchenveranstaltungen im Schleswig-Holstein-Tourismus und erleichtert Pl
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Die digitale Wissensplattform bündelt Inhalte der Tourismusstrategie, Projekte und Fachwissen für alle touristischen Akteurinnen und Akteure in Schleswig-Holstein
Leitprojekt